Gouvy 23 villages - Buchvorstellung
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Wie eine Liebeserklärung liest sich die 15 Seiten lange Einleitung zu dem heimatgeschichtlichen Nachschlagewerk. Eine Liebeserklärung an einen ebenso rauhen wie reizvollen Landstrich in den Hochardennen und an seine rund 4.500 Einwohner, die als zurUckhaltend, aber dafür nicht minder herzlich beschrieben werden. Die Autoren des Werkes, Claude Leruse und Serge Neybusch, wollten mit ihrer 120 Din-A-4-Seiten umfassenden Publikation eine erste Bestandsaufnahme aller Orte und Ortchen vorlegen, die zur Gemeinde Gouvy zählen. Diese grenzt im Osten an die Gemeinde Burg-Reuland, im SUdosten an das Großherzogtum. Schon in der Antike war die Region besiedelt, was Gräber aus dem 4. Jhdt. vor Christus bezeugen, die auf dem Gebiet der Gemeinde entdeckt worden sind, durch die dereinst die alte RömerstraBe von Reims nach Köln führte. Auch findet sich hier ein Merowinger-Grab, das zu den bedeutendste in ganz Belgien gehört. Weltgeschichte wurde in der ArdennenGemeinde nicht geschrieben, doch hat diese hier tiefe Spuren - oftmals in Form von barbarischen Verwüstungen - hinterlassen. Cäsar, Attila, Karl der Grosse, Napoleon und Hitler : Unter ihren EroberungszUgen hat die Landbevölkerung im Laufe der Jahrhunderte gelitten. Herausragende Kulturdenkmäler hat die Gemeinde Gouvy nicht zu bieten, dafür aber neben einer höchst vielfältigen Flora und Fauna zahlreiche Kleinode fUr den Liebhaber ländlicher Architektur. Ob jahrhundertealte Dorfkirchen, beeindruckende Gutshöfe oder seltene Wegkreuze jeder der 23 Orte in der Gemeinde hatSeine Besonderheit. Das einzige Dorf, das mehr als 1.000 Einwohner zählt, ist Gouvy selbst, vielen ehemaligen und heutigen Studenten zwischen St. Vith und Burg Reuland wegen seines Bahnhofs ein Begriff, der bereits seit 1871 an der Eisenbahnstrecke Luxemburg LUttich liegt. Der Verkehr auf der ehemaligen Bahnlinie zwischen

Gouvy und St. Vith, die Uber Beho, Maldingen und Lommersweiler führte, wurde schon 1958 eingestellt. Abgesehen von Gouvy zählen die Ortschaften der Gemeinde alle weniger als 400 Einwohner, die meisten sogar weniger als 200. Die bekanntesten Dörfer sind neben Beho, wo viele Bewohner ebenso wie in Deiffelt oder Ourthe neben Französisch auch Deutsch bzw. Plattdeutsch sprechen, das bereits 871 urkundlich erwähnte Bovigny und nicht zuletzt der Weiler Sterpigny mit seiner Ferme Madelonne, der am Wochenende erneut zum Mekka für die Liebhaber guter Jazz- und Bluesmusik wurde. Jedem der zur Gemeinde gehörenden Orte ist ein eigenes Kapitel gewidmet, wobei die ethymologische Bedeutung der Ortsnamen jeweils den Auftakt macht, gefolgt von einer historischen Notiz und der Beschreibung der Besonderheiten bzw. SehenswUrdigkeiten. Als Leckerbissen erwartet den Leser dann am Ende jeweils eine kleine Legende, die in irgendeiner Weise mit der Ortschaft zu tun hat. Nicht unerwähnt bleiben dUrfen die vielen Zeichnungen von Etienne van Caster, die die ebenso ansprechend wie professionell gestaltete Publikation nicht nur optisch bereichern sondern die erwähnten SehenswUrdigkeiten hervorragend veranschaulichen. Erhältlich ist das Buch "Gouvy - 23 villages a decouvrir" zum Selbstkostenpreis von 450 Franken beim IDGouvy ASBL.

 


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