 |

GOUVY ist eine besonders Schutzgebietenreiche Gemeinde. 12
Orte, die in 4 Schutzgebieten gruppiert sind, sind dort von
den Schutzgebieten RNOB geschützt.
Die Schutzgebiete von Gouvy sind Teile des Programms Cigogne
Noire (schwarzer Storch) der RNOB. Nachdem er von unseren
Regionen während eines Jahrhundertes verschwunden ist, hat
sich dieser Zugvogel, der in tiefen Wälder haust, in den
80er Jahren wieder in den Ardennen niedergelassen.
Das Programm Cigogne Noire-Schwarzer Storch der RNOB
hat als Ziel, ein Netz von Schutzgebieten (z.Z. : 36 von
335 Ha) zu bilden, die als Nahrungsort dieses majestätischen
aber scheuen Vogels.
|
Die 12 Schutzgebieten
Die Flächen sind in Hektars angegeben
(Zahlen aus 1999) |
|
| Schutzgebiet |
Orte und Merkzeichen |
Fläche |
| Glain |
Bovigny (1) - Beho (2) -
Betzenfenn (3) - Große Quelle(4) |
11,4 |
| Chi Quelle |
Chi Quelle (5) |
15,4 |
| östliche Ourthe |
Ourthe (6) - Grund von Ourthe
(7) - Hecke von Bellain (8) - Brücke von Bellain (9) - Limerlé (10)
- Steinbach (11) |
22,3 |
| Cornelysmillen |
Cornelysmillen (12) |
0,4 |

Das Schutzgebiet der östlichen
Ourthe
Sie besteht aus einer Reihe feuchten Wiesen, die entlang
der Ourthe und ihren Nebenfflüssen liegen, in der Nähe von
Ourthe, Limerlé und Gouvy. Dort kann man unter anderem nugewöhnliche
Pflanzen und Tieren bewundern.
|
Weidenbewirtschaftung
Während Jahrhunderten hat die Aufrechterhaltung der
traditionnellen landwirtschaftlich-hirtenmässigen Ausübungen
(manuelles Mähen für die Produktion Nahrungs- oder Streuheues,
extensive Weidenbewirtschaftung,...) zur Entwicklung der
bioloogischen Vielfältigkeit (Pflanzen-,
Insekten-, Vögelverschiedenheiten,...) in unseren Regionen
beigetragen.
Die Industrualisierung und Intensivierung der
Landwirtschaft im Laufe der letzten Jahrzehnten, die Aufschütterung
der feuchten Zonen, die systematische Aufpflanzung von Schwarztannen,
Verschmutzungen, Arbeiten inden Bächer, der Mißbrauch von
Pestiziden und anderen chemischen Produkten haben dieser
Vielfältigkeit geschadet.
Eine Eingreifen in dem die alten landwirtschaftlich-pastoralen
Verfahren angewendet sind ist also nötig, um die Vegetation
an die Stufe zu erhalten wo sie den höchsten biologischen
Wert bietet. Hunderte von Freiwilligen verwenden ihre Zeit
zu diesen Bewirtschafungsbetrieben in den
Naturschutzgebieten der RNOB.
In einigen Schutzgebieten (wie jetzt für zwei Gebieten des
Parkes der östlichen Ourthe) wird eine solche Bewirtschaftung
den ländlichen Tieren überlassen (Poneys Fjord, Schafe Mergelland,
Kühe Galloway,...). Dadurch wird der Reiz solchen Orten nur
erhöht, besonders für Kinder.
Die Reserve von Cornelysmillen
Diese Reserve liegt in einer wunderschönen Landschaft im
schmalen angeschwemmten Tal eines kleinen Baches. Sie ist
die kleinste der vier, ist aberaber der Fortsatz einer breiten
Reserve der Stiftung HÎllef fir d'Natur,
die den luxemburgischen Partner des Programms Schwarzer
Storch des RNOB ist.
|
|
Das Fenn von Chi Fontaine
In der Nähe von Courtil und Bovignyun am Rand des Waldes
der Ronce liegt diesen bewaldete Rorfmoor. Dort wächst
eine typische Vegetation, dieses Moor liegt an der Quelle des
Baches der
großen Fenns und ist ein Nebenfluss des Glains. In dieser
orchideenreiche Zufluchtstätte findet man noch rare Pflanzen,
wie die Canneberge und das englische Gilbkraut. Es ist dem
Wanderer möglich, wenn er diskret und respektvoll ist,
einige rare Vögel zu beobachten.
|
|
Das Naturschutzgebiet des Glains
Diese Reihe von feuchte Wiesen liegt in der Nähe der
Dörfer
Beho und Bovigny. Es besteht aus mehreren vegetalen Gestaltungen,
von der halb natürlichen Wiese mit Angelika zum Sumpf. Dort
kann man zum Beispiel den Martinsvogel betrachten.
Große Doldenbütler, besonders die wilde Angelika wachsen
in den feuchten Wiesen des Naturschutzgebietes der östlichen
Ourthe. der Traquet Tarier gebraucht sie
als Vogeltange, wie auch die Zaunenstangen.
|
Besuch der Schutzgebieten
Der Besuch der Naturschutzgebieten ist die Gelegenheit, ein Naturbad zu
nehmen, aber auch einige rare Pflanze zu betrachten,
die oft ihr letztes Zufluchtsort sind. Es ist zum Beispiel nicht
mehr sehr gelaufig, eine Orchidee außerhalb eines Naturschutzgebietes
zu finden.
Es gibt noch etwa vierzig Arten Orchideen (alle sind beschützt)
in Belgien (einige sind aber fast ausgelöscht und 7 anderen sind
seit dem Anfang des 20. Jh. ganz verschwunden).
Die meisten Orchideen in Belgien wachsen nur noch auf kalkhaltigem
Boden und sind also in Gouvy nicht wu sehen.
Dactylorhiza maculata (die gefleckte Orchidee)
ist dagegen (Foto hier unten) eine Orchidee der säurehaltigen
und feuchten Boden : sie ist die am wenigsten rare in den Ardennen.
Sie blüht in Juni-Juli und während dieser Epoche werden Sie sie
vielleicht bewundern können wenn Sie an eine geführte Besichtigung
der aturschutzgebieten der RNOB teilnehmen.
|
|
Ein Naturschutzgbiet ist nicht wie ein Glasgefäss auf das
Regal eunes Museums. Jeder muss diesem geminsamen Erbe Zugang
haben, um seine Schätzen und Schönheiten zu entdecken. Es
ist der Grund, warum die Naturscutzgebieten RNOB dem Publikum
zugänglich sind.
Um der Flora und Fauna jede Störung zu vermeiden, von den
die Schutzgebieten oft das letzte Zufluchtsort sind, ist
es notwendig, den Verkehr außerhalb der geschilderten Pfäden
zu vermeiden, ohne von einem Führer der Vereinigung begleitet
zu sein.
Geführte Besichtigungen (mit einer
bescheidener Kostenbeteiligung) werden in zahlreichen Schutzgebieten
regelmässig orgnisiert (der Programm ist in der Zeitung der
Mitglieder der Naturschutzgebieten RNOB veröffentlicht).
Sie können auch auf den Wunsch einer Gruppe veranstaltet
werde.
Jedes Jahr (Ende Mai-Anfang August) sind viele Schutzgebieten
für den Tag der offenen Türen der Naturschutzgebieten RNOB
kostenlos geöffnet.
Das Blumenpflücken, der Jagd oder die Probentnahme (auch
mit wissentschaftlichen Zielen) jeder tierischen oder vegetalen
Art ist in den Naturschutzgebieten RNOB strikt untersagt,
außer mit schriftlicher Genehmigung der Vereinigung.
|
Jean-François Remy
|
1995 fand die Begegnung des Tages der offenen
Türen der RNOB in den Hochardennen am IDGouvy statt.
Bei diser Gelegenheit veranstalteten RNOB-Famenne &
Ardennen, die regionale Gruppe der Naturschutzgebieten RNOB
ein Zeichnungwettbewerb über die Nachtraubvögel
in allen Primarschulen von Gouvy.
Hier sehen Sie zwei der Preisträger dieses Wettbewerbes.
|

Laurence Cara
|
Besuchen Sie ebenfalls die Webseite des RNOB-Famenne
& Ardenne
um über seine Aktivitäten zu erfahren und um mehr Informationen
über das Programm Cigogne Noire - Schwarzer Storch zu erhalten.

|