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(Zugang : Baraque Fraiture
-> Vielsalm; in Salmchâteau Richtung Großherzogtum Luxemburg;
Weg zum Luxemburg : Ausgang Bovigny, links Richtung Beho)
Der Mont Saint-Martin ist einen abrupten und wilden
Hügel, leichter vom Osten zugänglich und im Westen
von einem schmallen Streifen Sumpf umrahmt, der
vom Glaindurchquert ist. Im Zentrum des von einer
Bruchsteinmauer umgebenen Friedhofes befindet sich
die aktuelle Kapelle Notre-Dame. Das Krankengebäude
wurde um 1850 gebaut, ungefähr auf der Stelle zwei
älteren Gebauden : ein vorrömisches Sanktuarium
und eine Kirche, die bis zum 18. Jh. verblieben
ist, als sie ihres Titels von Pfarrkirche enthoben
wurde zu Gunsten der Kirche von Bovigny. Die Möbel
der Kapelle ist allein des Umweges wert. Die Taufbecken
stammen aus dem 12. Jh. Die Skulpturen der ehemaligen
Kirche können auch bewundert werden. Unter anderem
gibt es eine Sainte-Anne-Trinitaire,
Skulptur aus dem 16 Jh., eine"Pietà"
aus der gleiche Epoche und eine Charité de
Saint-Martin des 17. Jh.
Der ganze Ort wurde in Oktober 1973 klassiert.
Eine dynamische G.o.E. beschäftigt sich mit dem
Schutz des Ortes . Dieses Jahr wurde die Einfriedungsmauer
restauriert, die mit trockenen Steinen auf einer
Strecke von mehr als 180m gebaut wurde.
Die Kapelle Notre-Dame
der Kranken auf dem Mont Saint-Martin.
Auf einem Hügel gelegen, der das linke Ufer des
Glains überhängt, diese kleine Bruchsteinkapelle
zwischen Beho und Bovigny wurde auf dem Mont
Saint-Martin in einem von einer Bruchsteinmauer umgebenen kreisförmigen
Friedhof, und wurde vor kurzem renoviert.
Die Existenz einer Kapelle,die vom Glain Domän
abhängig ist, ist seit dem Jahre 814 bewiesen.
Wahrscheinlich ist sie noch älter und ihr Aufbau
stämme aus dem Jahre 700.
Nach 950 findet man keine Spure mehr von der Kapelle
von Glain, und um 1130 hört ùan zum ersten Mal
den Namen der Kapelle vom Mont Saint-Martin. Diese
war die Pfarrkirche bis zum Anfang des 18. Jh.,
als dieser Titel offiziell zur Kirche von Bovigny
übertragen wurde. 1717 und 1754 erwähnen Dokumenten
Genehmigungen zur Rückgewinnung von Werkstoffen
der alten Kirche für den Bau der aktuellen Kirche
von Bovigny.
1849, zur Zeit der definitiven Zerstörung, maßen die Mauern
des Kirchturmes nur noch drei Meter hoch und die
Mauern der Kirche waren fast überall an Bodenhöhe.
1850 ließ der Pfarrer aus Bovigny, Abt
H.J. Debra, eine diesmal Notre-Dame der Kranken
Kapelle auf dem Mont Saint-Martin wieder errichten.
Es ist ein Gebäude mit einfachem rechtwinkligen
Plan, und enthält ein kleines
geschlossenes westliches Vorbau. Ein kleiner Kirchturm
steht auf dem Giebel. Innen gibt es einige Reliquien
und einen interessanten reitenden Saint-Martin,
der im Sanktuarium für wichtige Veranstaltungen
zurückgestellt wird. Die Taufbecken der alten Kirche
von Bovigny wurden in der neuen Kirche hingestellt,
um als Weihwasserbecken zu dienen.
Während des Wiederaufbaus der Friedhofmauer wurden
schöne Steinzeuge aus der gallisch-römischen Epoche
gefunden. Die geheimnisvolle Symbolen, die auf
dem Grabstein, der neben dem Vorbau liegt, sind
heute noch unbeziffert.
Eine Wanderung wird Ihnen geboten; dadurch können
Sie den Kreuzweg bewundern, der entlang der Auffahrt
zur Kapelle liegt. Jede Station ist mit einem alten
fein gemeiselten Grabmonumenten aus blauem Stein
aus Ottré gekennzeichnet.
Der Abt Bernard, Pfarrer
von Bovigny von 1927 bis 1937 ließ diesen Kreuzweg
errichten. Ce chemin de croix fut édifié
à l'initiative de l'Abbé Bernard, curé de
Bovigny de 1927 à 1937. Die Pilgerfahrt zur Notre-Dame
der Kranken wurde vom selben Abt wiedereingesetzt.
Vor kurzer Zeit waren die Kinder der katholischen
Primarschulen aus Bovigny noch für die Verschönerung,
die Ausschmückung und die Unterhaltung der vierzehn
Stationen verantwortlich, die entlang des steilen
Abhanges liegen.
Die Schieferkreuzen, woraus dieser Kreuzweg besteht,
wurden von alten verlassenen Gräben im Friedhof
von Bovigny genommen.
Woher kommt diese Kapelle ?
Vor ca. drei Jahrhunderten gab es am Flurnamen
Doyards (Name, der Wittum bedeutet und der man
dem Tal um den Hügel gegeben hat) ein Dorf, der
unter den Namen Saint-Martin bekannt war und dessen
Einwohner als Haupteinnahmequelle die Schäfezucht
hatten.
Zwischen 1568 und 1638 war unsere Gegend das Opfer von Truppen
die Kirchen und Kloster plünderten und zerstörten.
Die Zerstörung des Dorfes Saint-Martin stammt wahrscheinlich
aus dieser Epoche.
Die Tradition, die
cum grano salis genommen werden muss, berichtet
die Handlung wie Folgendes :
"Die mit Beilen bewaffneten Sarazenen - so
wurden Sie vom Volk bennant - stürtzten sich plötzlich
auf den Einwohner von Saint-Martin, mordeten
sie gnadlos hin und sqteckten die Häuser in Brand.
Die wenigen Dörfler, die in der Kirche am Gipfel
des Hügels geflüchtet hatten wurden geköpft. Die
heilige Hostien wurden entheiligt, die gesalbte
Vasen gestohlen und die Statuen zerstört. Nur zwei
von denen wurden gerettet und bis 1851 in einem
Haus in Beho versteckt; die eine stellte Notre-Dame
der sieben chmerzen dar, die andere die Heilige
Anna."
Heute noch behaupten die Einwohner Bovigny, die
Nachfahren der wenigen Personen zu sein, die dem
dem Unglück von Saint-Martin entkamen. Die Flüchlingen
hätten sich der Legende nach in den Wälder zurückgezogen,
die das heutige Bovigny bedeckten und hätten dort
Hütten und später Häuser gebaut. Nie kamen sie
auf dem Ort des Unglückes zurück.
Um mehr zu wissen :
P.M.B., Arrondissement de Bastogne, t. 17, Liège,
1993, p. 89-91.
Rens. : 080 / 21.41.92.

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